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Sollte man als Fotografin – Make Up Artist werden?

Sollte man sich als Fotograf oder Fotografin zum Make up Artist ausbilden lassen? Vor 4 Jahren habe ich diese Frage für mich ganz klar mit JA beantwortet und deshalb meine Ausbildung gemacht. Wie ich heute darüber denke und was ich anders machen würde, dass erfahrt ihr im nachfolgenden Beitrag.

Im Mai 2012 habe ich meinen Make up Artist an der AMA-Academy Düsseldorf gemacht und war zunächst froh über den weiteren Meilenstein in meiner Vita. Mich hat das Thema schon immer interessiert und ich wollte natürlich auch für mich privat Einiges dazu lernen. Nach der Ausbildung habe ich mich an der Stan Winston School für viele Weiterbildungen zu Special Effects Make ups angemeldet. Ein sehr interessantes Kapitel mit unglaublich interessanten Menschen. Dazu erzähle ich euch bestimmt in einem anderen Blogpost mehr.

Wenn ich meine Weiterbildungen und die Ausrüstung zusammenrechne habe ich locker für diesen Spaß 15.000 € hingelegt. Ja, was habe ich mir damals dabei gedacht? Zum einen hatte ich das Problem, dass es hier bei uns auf dem Land wenige gute Make up Artists gibt. Ich  habe einige selbsternannte Visagistinnen gebucht und wurde jedes Mal enttäuscht. Ich bin nicht wirklich penibel, wenn es um ein ordentliches Make up geht, aber die Augenbrauen mit schwarzer Wimperntusche nachzumalen, fand ich doch etwas strange. Also musste ich mir selbst helfen und diese Ausbildung machen. Natürlich ist es bei Jobs ein Vorteil. Die Bräute freuen sich, wenn die Fotografin das Make up machen kann. Man muss einfach weniger organisieren, ist auf niemanden angewiesen und spart Geld.

Jetzt ist die Frage, ob sich 15.000 € dafür rechnen. Ganz klar NEIN. Fakt ist, dass sich jeder Make Up Artist oder Visagistin nennen darf. Das sind keine geschützten Berufe. Es reicht voll und ganz 4 Wochen lang Youtubevideos zu schauen und die Make ups zu üben. Michelle Phan, Katosu und viele weitere Youtubegurus verraten einem alles, was man wissen muss. Eine gute Ausrüstung bekommt man schon für ca. 400 €. Damit ist wirklich alles abgedeckt.

Jetzt möchte ich mit diesem Post natürlich nicht sagen, dass sich jeder Fotograf die Visagistin sparen soll. Ich persönlich arbeite auch mit anderen Make up Artists zusammen. Es gibt da draußen unglaublich kreative und begabte Leute, die ihr Handwerk verstehen und die ich gerne unterstütze. Außerdem macht es ja Spaß am Set mit mehreren Leuten zu arbeiten und kann sich voll und ganz auf die Fotografie konzentrieren. Zudem muss ich sagen, dass ich eine eigene Hairstylistin beschäftige, da mir Haare so gar nicht liegen.

Mein Fazit: Ich bin froh, dass ich durch die Ausbildung etwas unabhängiger bin und auch mal spontane aufwendigere Shootings machen kann. Gewisse Basics sind also immer von Vorteil.

 

 

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